
Oh Gott, es ist ja sooooo bitterkalt. Ich war eigentlich schon in Frühlings-Sachen-Einkauf-Laune und hatte mir schon ausgemalt, wie ich in der türkisfarbenen Jeans von Zara so aussehen würde. Aber nach der türkisfarbenen Hose ist mir bei dem Wetter so gar nicht zumute. Eher nach Ski-Unterwäsche. Aber was soll’s?! Die Jeans wird nicht weglaufen und das frostige Wetter hat mich nochmal zum Stricken ermutigt. Eine kuschelige Mütze musste nämlich her. Eine ganz mummelig dicke Mütze und zwar schnell! Wie gut, dass ich in unmittelbarer Nähe zu einem Will-Lädchen wohne und dass die nette Besitzerin mir von der Tatort-Mütze erzählt hat – die unter den Strickdamen in unserer Nachbarschaft wohl der absolute Hit sein soll. Ich fragte natürlich ungläubig: “Die Tatort-Mütze? Was ist denn eine Tatort-Mütze? Eine Mütze, die typisch für Kommissare ist? Oder am Ende für Opfer?” “Aber nein! Die geht so einfach und schnell – die hat man ohne Probleme Sonntags beim Tatort gestrickt!” wurde ich aufgeklärt. Ich muss gestehen, ich hab 2 Abende gebraucht. Rosins Restaurants und der Bachelor mussten den Tatort ersetzen. Aber ich bin sicher, wer etwas geschickter beim Stricken ist, der bekommt die Mütze locker an einem Abend hin. Sie ist im Voll-Patent gestrickt und daher auch so unglaublich flauschig und warm. Und natürlich verrate ich euch, wie man die Mütze strickt:
Ihr braucht 2 Knäuel dicke, weiche Wolle (für Nadelstärke 8-10) und Stricknadeln Stärke 9. Das Tolle an der Mütze ist, dass sie nicht rund gestrickt wird – es geht einfach immer hin und her und der “Lappen” wird zum Schluss zusammengenäht. Also, los geht’s:
Ihr schlagt 42 Maschen an. Dann strickt ihr ca. 3,5 cm Bündchen – also abwechselnd 2 links, zwei recht. Die erste und die letzte Masche aber immer rechts stricken – das ist die Randmasche. Nach den 3,5 cm folgt das eigentliche Patentmuster. Wer noch nie Patent gestrickt hat, kann sich hier ein tolles Video anschauen. Ihr werdet sehen, es ist wirklich ganz einfach und auch Strickanfänger werden keine Probleme damit haben. Achtet aber darauf, dass die Randmaschen immer einfache rechte Maschen sind. Und seid nicht irritiert, wenn ihr erstmal kein Muster erkennen könnt – das stellt sich erst nach einigen Reihen ein. Ihr strickt dann jedenfalls ca. 17 cm im Patentmuster. Dann wird abgenommen – damit es eine Mütze und kein Schlauch wird. Zuerst werden immer zwei Maschen (bzw. 3 – ihr habt ja vom Maschen abheben immer zwei Fäden + die einfache rechte Masche) rechts zusammengestrickt – ergibt 21 Maschen. Für die Rückreihe werden wieder zwei Maschen zusammengestrickt – diesmal aber links. Ergibt 11 Maschen. Diese 11 Maschen werden jetzt zusammengezogen (also einfach den Faden durch alle Maschen ziehen). Ist der Faden dann noch lang genug, könnt ihr den auch gleich zum zusammennähen benutzen – oder zum zusammen häklen. Ich hab die Rändern nämlich einfach zusammen gehäkelt. Das war’s! Fertig ist die Kuschel-Mütze! Ich hoffe, ich hab mich einigermaßen verständlich ausgedrückt. Falls ihr noch Fragen habt … ich werde versuchen euch alle zu beantworten.
Dann wünsch ich euch mal viel Spaß beim Stricken – ich glaub, ich mach mir heute auch noch eine in einer anderen Farbe …