Na, habt ihr mich vermisst? Ich habe mich spontan zu einer kleinen Blog-Pause entschieden um meine Akkus wieder aufzuladen, neue Bastel-Ideen auszuprobieren und einfach mal ein bisschen abzuhängen. Das hat echt gut getan und so starte ich auch voller Tatendrang in eine neue Woche.
In meinem letzen Post, hab ich euch ja erzählt, dass ich im Moment ein bisschen mit Blattgold – bzw. Schlagmetall experimentiere und ich bin echt total angetan. Das macht wirklich irre viel Spaß und auch, wenn das Ergebnis noch nicht perfekt ist, ist es doch richtig schön anzusehen. Und weil ich mit meiner neuen Leidenschaft nicht alleine bleiben mag, dachte ich, ich steck euch zum Wochenbeginn einfach mal damit an :)
Ihr braucht
Anlegemilch
Kostet ca. 4 Euro und gibts im Bastelladen.
Schlagmetall oder Blattgold
Für die ersten Versuche würde ich auf Schlagmetall zurückgreifen – Blattgold ist doch erheblich teurer. Ich hab für eine Packung güldenes Schlagmetall ca. 7 Euro bezahlt und damit kann man ne ganze Menge vergolden!
3 Pinsel
- einen normalen Pinsel, um die Anlegemilch aufzutragen
- einen ganz weichen, buschigen Pinsel, um das Schlagmetall aufzutupfen
- einen harten, borstigen Pinsel, um die Reste abzupinseln
Klarlack
… und natürlich etwas Vergoldungswürdiges.
Ich habe als erstes Projekt ein kleines Tablett verschönert.
Dafür hab ich erstmal mit Tape ein Streifenmuster abgeklebt. Dann wurden die Zwischenräume mit der Anlegemilch bepinselt. Lernt aus meinen Fehlern und seid dabei richtig akribisch und versucht die Milch sehr gleichmäßig aufzutragen – aber nicht zu dick, sonst sackt euch das Gold weg. Dann muss die Milch ca. eine Stunde antrocknen. Es bildet sich ein klebriger Film und darauf muss nun das Schlagmetall. Die beste Technik dafür muss wahrscheinlich jeder selber finden. Ich geb euch nur den Tipp, alle Fenster zu schließen und falls ihr Kinder habt, den Zutritt zu eurem Arbeitsplatz zu untersagen – jedenfalls wenn es sich um kleine Wirbelwinde handelt, denn jeder noch so kleine Luftzug bringt das hauchdünne Metall in Wallung :)
Ich hab das Gold relativ großzügig mit einem ganz weichen Pinsel “angedrückt”. Nachdem keine freie, klebrige Anlegemilchstelle mehr zu sehen war, hab ich mit dem borstigen Pinsel die überstehenden, fuzzeligen Goldreste weggebürstet. Das war’s im Grunde schon. Achja, man sollte die ganze Sachen noch mit farblosem Lack versehen – damit man lange Spaß daran hat. Schlagmetall kann nämlich mit der Zeit dunkler werden und Lack verhindert das :)
Die kleinen Babuschkas auf meinem Tablett sind übrigens auch vergoldet, versilbert und verkupfert worden. Aber von meinem Papa und mit echtem Blattgold. Der kann das einfach perfekt. Aber ich übe und arbeit mich langsam ein, in die Materie. Euch wünsch ich jedenfalls ganz viel Spaß und freu mich immer über Erfahrungsberichte.